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„Ich konnte formlich das Vibrieren spüren, als der Sänger neben mir stand“, berichtete eine Zuschauerin. In der Aula der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg hat die Hamburger Staatsoper Station gemacht. „Erzittre, feiger Bösewicht!“, eine moderne Form der Mozart-Oper Zauberflöte hielt die 300 Zuschauer in der restlos ausverkauften Schularena in Bann.

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, stellte eine weitere Zuschauerin fest. Denn in den gut 70 Singminuten waren die Zuhörer und Zuhörerinnen mehr mittendrin denn hinten dabei. Dafür sorgte die Aufstellung der schwarzen Sitzwürfel, die es den Sangesprofis der Hamburger Staatsoper ermöglichte, sich zwischen den Zuschauern zu bewegen.

„Erzittre, feiger Bösewicht“ ist eine Art Jugendversion des Mozartklassikers: Versetzt in die heutige Zeit, inhaltlich entschlackt und so verständlich für alle Zuschauer und nicht nur für Eingeweihte der Zauberflöte. Die Hamburger Staatsoper will mit der vom Komponisten Johannes Harneit überarbeiteten Version neue Fans gewinnen, tourt mit dem Stück durch einige Hamburger Auftrittsorte. Dass auch der Dulsberg zu den Spielorten dazugehört, liegt auch am Projekt „Moin Mozart“, an dem sich die Schule und vor allem Schüler und Schülerinnen der Grundschule begeistert beteiligt haben.

Bei einigen der ganz jungen Zuschauer bewegten sich die Lippen zum Teil synchron zu den Darbietungen der Profis mit. Der Grund: Mit dem Auftritt in der Aula begann für etliche Grundschüler erst das Projekt. Sie werden jetzt in einem Film die Rollen der erwachsenen Profis übernehmen. Das wird großartig“, kündigt Kulturagent Matthias Vogel an.

Bald mehr davon…

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Beifall nach einer bewegenden Opernaufführung am Dulsberg.