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Ein jahrgangsübergreifendes Projekt zum Thema Flucht und Auswanderung der Klassen 7a und 12a

flucht1Eine ganz neue und ungewöhnliche Herausforderung überkam die Schüler der 7a und 12a. Denn zum ersten Mal an der Stadtteilschule Alter Teichweg wurde ein Unterrichtsvorhaben gemeinsam von Schülerinnen und Schülern aus der 7. und 12. Klasse realisiert. Die Oberstufenschüler des Kulturprofils beschäftigten sich schwerpunktmäßig im ersten Semesters mit dem Themenbereich Lebenswelten und Weltbilder in verschiedenen Kulturen, hierbei wurde fast zwangsläufig der Aspekt Flucht, Auswanderung und Migration in den Fokus genommen. Da das Thema in unserem aktuellen politischen Geschehen für alle Altersklassen von besonderer Bedeutung ist, ergab sich für die begleitenden Lehrer Herr Rückbrodt und Frau Rudolph die Idee einer jahrgangsübergreifenden Bearbeitung dieses Themas, mit dem Ziel, dass die Lerngruppen voneinander lernen und sich dabei die Lebenswelten der Schüler annähern.

flucht2Am 12. Januar 2016 war es dann soweit. Die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen trafen das erste Mal aufeinander. Dabei hatten die 12.Klässler sich vier Lernziele überlegt, die sie anhand von vier Stationen den Jüngeren präsentierten und mit ihnen erarbeiteten. Im Mittelpunkt standen dabei die Gründe für Ein- und Auswanderung, der Einfluss von Migration auf die Wirtschaft, die Lebensumstände während der Flucht und die Bedingungen für die Einwanderung nach Deutschland. Besonders berührend empfanden „die Kleinen“ Omids Lebensgeschichte, welcher wirklich bewegend die Ursachen und Umstände seiner ganz persönlichen Flucht aus Afghanistan nach Deutschland darstellte. Im Abschlussgespräch diskutierten und bewerteten die Schüler und Schülerinnen die Ergebnisse.

Eine Woche später, am 19. Januar 2016, gingen beide Klassen auf Exkursion in das Auswanderermuseum BallinStadt nach Wilhelmsburg. Es wurden jahrgangsübergreifende Gruppen gebildet, die jeweils eine fiktive historische Figur auf ihrem Auswanderungsweg begleiteten. Hier erfuhren die Jüngeren die historischen Lebensumstände der Menschen und die Gründe für ihre Flucht von Hamburg nach z. B. Amerika im 19. und 20. Jahrhundert. Im gemeinsamen Abschlussgespräch wurde die historische Perspektive der aktuellen Situation gegenüber gestellt. Die Schülerinnen und Schüler aus beiden Jahrgängen erkannten viele Parallelen in den Lebensbedingungen, Hoffnungen und Motiven der Menschen. Ganz besonders aber entwickelte sich zwischen „den Großen“ und „den Kleinen“ Freundschaften, so dass die Älteren ganz stolz auf die Jüngeren waren, wenn sie etwas richtig präsentierten oder von ihnen beigebrachte Dinge behalten hatten.

Claudia Rudolph und Ole Rückbrodt

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